greeen! architects plant Teilquartier im Kubaai in Bocholt

Gemeinsam mit LIST Develop Residential hat unser Entwurf „Ibena Green Campus“ die Jury überzeugt.

Vom Brownfield zum lebendigen Quartier – mit dem Projekt Kubaai (Kulturquartier Bocholter Aa und Industriestraße) schreibt die Stadt Bocholt Geschichte im westlichen Münsterland. Der Gewinner des Investorenwettbewerbs für die Entwicklung des Teilquartiers auf dem Gelände des ehemaligen Textilbetriebs Ibena steht fest. Gemeinsam mit LIST Develop Residential hat unser Entwurf „Ibena Green Campus“ die Jury sogar so sehr überzeugt, dass wir den Zuschlag für alle vier ausgeschriebenen Baufelder erhalten haben.

Das Areal an der Bocholter Aa zwischen Innenstadt und Aasee ist in vier Baufelder zwischen 2.800 und 4.700 Quadratmetern aufgeteilt. Jedes Baufeld erhält eine individuelle Bebauung. Der Quartier-Charakter entsteht durch eine einheitliche architektonische Sprache. Neben ökologischen Aspekten wird die ehemalige industrielle Dachlandschaft u.a. als identitätsstiftendes Stilmittel neuinterpretiert. Das Quartier wird als autofreies Areal geplant. Zusätzlich werden Plätze mit öffentlichem Charakter entlang privater Grünflächen angelegt. Geplant ist der Bau von rund 200 Wohneinheiten, die sich auf Mehrfamilien-Wohngebäude, betreutes Wohnen und eine Tagespflegeeinrichtung verteilen. Die Nutzung „Wohnen“ wird den weit überwiegenden Teil der Gesamtfläche ausmachen. Darüber hinaus sind Flächen für eine Kita, Läden, Gastronomie und ein Parkhaus mit über 200 Pkw-Stellplätzen vorgesehen. Zur zentralen Begegnungsfläche wird der historische und identitätsstiftende Staubturm mit den drei Shedhallen erklärt. Dazu wird das Gebäude mit einem Café und einem „Quartiers-Saal“ funktional aufgeladen. Außerdem wird eine räumliche Verknüpfung und eine Blickbeziehung zum benachbarten TextilWerk sowie zur ans Gelände grenzenden Kultureinrichtung LernWerk hergestellt.

Die Quartiersentwicklung steht für eine ökologische Aufwertung und Nachhaltigkeit. Dabei nutzt sie auch die Nähe zum Nacherholungsgebiet und zur renaturierten Bocholter Aa. Im Quartier werden Plätze entlang privater Grünflächen mit öffentlichem Charakter angelegt. Der finale Baustein des Konzepts ist die Planung als autofreies Areal mit ergänzendem Angebot durch E-Cars, Car-Sharing und E-Bike Ladestationen im Parkhaus sowie einer Vielzahl von Fahrradabstellplätzen.

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