Novaesium-Höfe

Berghäusschensweg, Neuss

Entwurf von greeen! architects für die Quartiersentwicklung Novaesium-Höfe in Neuss
Entwurf von greeen! architects für die Quartiersentwicklung Novaesium-Höfe in Neuss
Entwurf von greeen! architects für die Quartiersentwicklung Novaesium-Höfe in Neuss
Entwurf von greeen! architects für die Quartiersentwicklung Novaesium-Höfe in Neuss

Projekt

Städtebaulicher Ideenwettbewerb, 2019

Quartiersentwicklung

ethical

  • Schaffung von öffentlichen Grünflächen
  • Quartiersentwicklung
  • Förderung informeller Kommunikation
  • Mischnutzung aus Gewerbe und vielfältigem Wohnungsangebot
  • Grüne Achse schafft Treffpunkte für Begegnung und Kommunikation
  • Der durch das Quartier führende Doppelgraben als Relikt eines ehemaligen frührömischen Legionslagers wird im Rahmen der Freiraumplanung zugänglich gemacht und inszeniert
  • Der Quartiersplatz bildet einen Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität, unterstützt das Miteinander der verschiedenen Funktionen und bildet die Quartiersmitte

ecological

  • Transformation von ehemaliger Infrastrukturfläche in städtische Fläche: brownfield to greenfield
  • Gezielter Einsatz von bauökologisch unbedenklichen Materialien
  • Entsiegelung eines großen Teils der Fläche entlang der Autobahntrasse

efficient

  • Effiziente Nutzung der Fläche
  • Hoher Wohnungsmix durch flexible Grundrisse
  • Interdisziplinäre, transparente Partizipation aller Beteiligten am Planungsprozess

BGF

ca. 83.400 m²

Design Team

Marc Böhnke, Mario Reale, Lia Polczyk, Rüdiger Becker

Info

Die Vielfalt erschafft ein lebendiges Quartier
Mit der städtebaulichen Entwicklung des ehemaligen Etex-Geländes entsteht ein neuer Stadtbaustein, der die bestehenden urbanen Strukturen erweitert. Das bisher introvertierte Areal wird für alle Neusser zugänglich und nutzbar gemacht, die Neugestaltung schafft einen Mehrwert für die gesamte Umgebung. Die zentrale Idee des Entwurfs ist die Schaffung einer grünen Achse, an der sich die unterschiedlichen Nutzungen ausrichten und in einem ausgewogenen Miteinander Synergien hervorrufen. Entlang der Autobahn wird eine vorwiegend gewerbliche Nutzung vorgesehen. Die kammartige Gebäudestruktur dient für das restliche Quartier als Lärmschutz. Zusammen mit den angrenzenden punktartigen Solitärgebäuden, die eine Mischnutzung aus Gewerbe und Wohnen vorsehen, wird eine Hofstruktur gebildet, die sich zur Quartiersmitte öffnet. Das Nahversorgungszentrum wird entlang des Berghäuschenswegs verortet und bildet mittels der geringen Geschossigkeit und einer aufgelockerten Fassadenabwicklung ein adäquates Gegenüber zu den Bestandsgebäuden. Durch die arrondierende gewerbliche Nutzung des Areals entstehen gegenüber dem Baumarkt Wohnhöfe, die vor Lärm und Emissionen weitgehend geschützt sind. Die differenzierten Baustrukturen ermöglichen ein vielfältiges Wohnungsangebot für alle Bevölkerungsgruppen. Die Höhenstaffelung von zweigeschossigen Baukörpern entlang des Bergäuschenswegs bis hin zu vereinzelten Hochpunkten als Siebengeschosser vermittelt zwischen den sehr unterschiedlichen angrenzenden Quartieren. Die Baukörper gliedern sich in die heterogene Umgebungsbebauung ein und erzeugen ein abwechslungsreiches, architektonisch vielfältiges und durchmischtes Stadtgebiet mit urbanem Charakter. Durch die Abstufung von privaten Zonen, halböffentlichen Quartiershöfen und öffentlichen Bereichen als Orte für Kommunikation, Aufenthalt und Gemeinschaft wird ein positives, attraktives und lebendiges Umfeld für Bewohner, Besucher und Nutzer erzeugt.

Die Geschichte als Fundament für eine neue Identität
Das neue Quartier befindet sich im Bereich mehrerer frührömischer Feldlager. Die Grünstrukturen des Entwurfs ziehen Parallelen zu dem historischen Aufbau römischer Lager. Die grünen Achsen strukturieren das Gebiet und markieren die Eingänge. Sie treffen rechtwinklig aufeinander und bilden an ihren Kreuzungspunkten Räume für Begegnung, Kommunikation und Treffpunkte und sind prägend für die Identität des Quartiers. Der durch das Quartier führende Doppelgraben als Relikt des ehemaligen Legionslagers wird im Rahmen der Freiraumplanung zugänglich gemacht und inszeniert.

Der Freiraum als Auftakt einer neuen städtebaulichen Entwicklung
Die Grüne Achse im Zentrum des Quartiers betont die beiden Quartierseingänge und fungiert zusammen mit dem Quartiersplatz als Gelenk zwischen den unterschiedlichen Nutzungen und Nachbarschaften. Der Quartiersplatz bildet einen Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität, unterstützt das Miteinander der verschiedenen Funktionen und bildet die Quartiersmitte. Die großzügigen Grünflächen in den Gewerbehöfen schaffen zusätzlich Raum für Begegnung und Kommunikation und binden die grüne Mitte des Quartiers in die übergeordneten Grünzüge ein. Um den Biotopverbund entlang des Plangebiets nachhaltig zu stärken, wird ein großer Teil der Flächen entlang der Autobahntrasse entsiegelt und der Natur als eine Art urbane Wildnis zurückgegeben.

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