Siegerlandmuseum

Siegen

Entwurf für die Erweiterung des Siegerlandmuseums in Siegen vom Düsseldorfer Architekturbüro greeen! architects
Entwurf für die Erweiterung des Siegerlandmuseums in Siegen vom Düsseldorfer Architekturbüro greeen! architects
Entwurf für die Erweiterung des Siegerlandmuseums in Siegen vom Düsseldorfer Architekturbüro greeen! architects
Entwurf für die Erweiterung des Siegerlandmuseums in Siegen vom Düsseldorfer Architekturbüro greeen! architects
Entwurf für die Erweiterung des Siegerlandmuseums in Siegen vom Düsseldorfer Architekturbüro greeen! architects
Entwurf für die Erweiterung des Siegerlandmuseums in Siegen vom Düsseldorfer Architekturbüro greeen! architects
Entwurf für die Erweiterung des Siegerlandmuseums in Siegen vom Düsseldorfer Architekturbüro greeen! architects
Entwurf für die Erweiterung des Siegerlandmuseums in Siegen vom Düsseldorfer Architekturbüro greeen! architects
Entwurf für die Erweiterung des Siegerlandmuseums in Siegen vom Düsseldorfer Architekturbüro greeen! architects
Entwurf für die Erweiterung des Siegerlandmuseums in Siegen vom Düsseldorfer Architekturbüro greeen! architects

Projekt

Bunker Burgstraße

Planungswettbewerb

ethical

  • Erweiterung des Siegerlandmuseums
  • Barrierefreier Zugang zum und im Museum
  • Hohe Aufenthaltsqualitäten im Außenbereich durch Umgestaltung des Vorplatzes zum neuen städtischen Platz
  • Staffelgeschoss aus Glas bietet Blick über Stadt Siegen in alle Himmelsrichtungen

ecological

  • Erhalt des alten Baumbestandes
  • Nutzung von Solarthermen
  • Extensive Dachbegrünung
  • Wiederaktivierung eines brachliegenden innerstädtischen Arels: brownfield to greenfield

efficient

  • Flexible Raumgestaltung und Museumsnutzung
  • Heiz- und Kühllasten können durch Wandstärke und intelligente Gebäudesteuerung gering gehalten werden
  • Die Aufbauten und die Funktionsräume im Untergeschoss können autark vom Ausstellungsbetrieb erschlossen werden
  • Minimalistischer Entwurf mit geringem Eingriff in die Bausubstanz

BGF

2.896 m²

Design Team

Marc Böhnke, Mario Reale, Olga Karnstädt, Nina Vegelahn, Matthias Stemmer, Elias Kath

Fachplaner

dgk architekten (Partnerbüro), Alexander Schmitz (Visualisierung)

Info

Konzept
Das Konzept ist die Verbindung des Vorhandenen mit der Gegenwart sowie der Zukunft - den handwerklichen Kontext mit dem der Geschichte und der speziellen Kultur. Um sich den Anforderungen des „Verbindens“ zu nähern sieht unser Konzept vor, zunächst (kontextuelle) Gegensätze zu definieren, die es dann zu verbinden gilt. Zu entdecken ist, dass diese Gegensätze unterschiedlichsten Ursprungs sind. Es bilden sich Gegensatzpaare wie Stadt und Land, Oberstadt und Unterstadt, Siegen und dem Siegerland als auch ephemere gegensätzliche Paare wie alt und neu, schwer und leicht, hell und dunkel, nah und fern, gestern und heute und emotional-subjektive Gegensätze wie Angst und Hoffnung, Scham und Neugier. Themen wie Heimat, die markante Stadtsilhouette Siegens und die sinnliche Landschaft des Siegerlandes sind als Interferenz mit den Programmanforderungen an den Erweiterungsbau und als zu verbindende Faktoren identifiziert worden. Sie sind folglich als Leitmotiv in die Konzeption des Erweiterungsbaus des Siegerlandmuseums eingeflossen.

Architektur
Die Erweiterung verdeutlicht sowohl in abstrakter als auch bildhafter Art und Weise die Verbindung mit ihrem Kontext. Es entsteht dabei ein starker lokaler – fast heimatlicher – Bezug, der sich in seiner Form einer minimalistischen Gestalt bedient. Der Museumsbau bildet sowohl die Stadtsilhouette der historischen und traditionellen Fachwerkdächer des Siegerlandes als auch die fließende Form der Landschaft ab. Die Fassade verbildlicht die charakteristischen Dächer und die sinnlichen Landschaftslinien in einer abstrakten, verklärten Formensprache, die die Fassade leicht und transluzent erscheinen lässt. Der Museumsbau ist durch die exponierte Lage und seiner neu gewonnen Leichtigkeit durch den Aufbau besonders von Nordwesten her gut sichtbar. Sowohl tagsüber über Spiegelungen und Lichtreflexionen, als auch nachts hell strahlend, prägt der Neubau als klare Figur das Stadtbild aus der Ferne. Durch ihre Materialität und Stahlskelettbauweise verstehen sich die Aufbauten mit teils geschuppter Metallfassade, teils gläserner Struktur als Hommage an die lokale Tradition der Eisen- und Stahlindustrie und Schieferfassaden: Beide Oberflächen bilden tagsüber eine einheitliche Fläche, erzeugen Spiegelungen des umliegenden Stadtbildes und fügen sich somit in ihren Kontext ein. Diese Reflexionen beleben die Fassade mit unterschiedlicher Intensität, je nach Tageszeit, Jahreszeit und Wetter, sowohl aus der Nähe als auch aus der Ferne. Diese optische Verbindung mit seiner Umgebung unterstreicht die Aufgabe des Museums für die Vermittlung der Stadtgeschichte. Nachts hingegen verwandelt sich die Fassade: Der untere gläserne Teil des Geschossaufbaus bildet eine leuchtende Fuge zwischen alt und neu. Die spitzen Formen treten deutlich hervor und scheinen über dem Bunker zu schweben. Um diesen den Eindruck zu steigern sind die Fassadenpfosten aus Glas. Die bestehende Fassade aus Sichtbeton bleibt mit den außen- und innenliegenden Schriften in ihrer Originalität und rauen Brutalität bewusst als Relikt unverändert. Nur die Schmuckelemente, die Treppenhäuser und der kleine Vorbau werden zurückgebaut, um eine deutliche Nutzungsänderung zu markieren. Zurück bleiben zwei monolithische Körper mit einer eigenständigen und unverwechselbaren Geschichte. Die Bunkerfassaden werden bewusst symbolisch als historische Hinterlassenschaft bewahrt. Sie bekommen durch den Kontrast zwischen dem Geschossaufbau und dem leichten gläsernen Verbindungsglied eine neue Nutzung und erhalten dadurch eine neue historische Bedeutung. Das Gebäude wird dadurch auch Teil der Ausstellung. Durchbrüche werden zurückhaltend und gezielt für die Orientierung, Belichtung und Erschließung platziert. Der größte Durchbruch, der zwei Seiten des Bunkers durchstößt, schafft im Inneren einen lichtdurchfluteten Empfang. Dieser Durchbruch öffnet den Bunker seinem Umfeld und verbindet die Burgstraße mit der Lämmergasse. Im Innern der Bunker werden die Geschossdecken neu eingezogen. Es ergeben sich im Gebäudeensemble insgesamt vier Geschosse. Alle Ausstellungsräume bieten durch ihre stützenfreien Grundrisse das höchste Maß an Flexibilität für den Ausstellungsbetrieb. In seiner Materialität nimmt sich das Gebäudeinnere stark zurück und greift die Haptik des Betons auf, um den Ausstellungsobjekten genügend Raum zu bieten.

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